Die Dom
Rep neu entdecken
(Bericht von Hans Schloemer)
Tropische
Urwälder, Buckelwale, Robinsongefühle:
Die Dominikanische Republik ist weit mehr
als der Ballermann der Karibik Das fühlt
sich ja wie bei Robinson Crusoe an:
Nirgendwo Spuren im weißen Sand, kein
anderer Mensch weit und breit. Und diese
Ruhe! Samaná im Nordosten der
Dominikanischen Republik ist wahrhaft
paradiesisch!
Reden wir hier von der Dom Rep? Dem
All-inclusive-Mekka der Deutschen? Wo
Urlauber die Hotelanlage nie verlassen,
weil es dort alles umsonst gibt? Wo in
Tourismushochburgen wie Sousa rund um die
Uhr Party ist? Ja, wir reden von der
DomRep! Und ich habe auch nicht zu tief
ins Rumglas geschaut. Obwohl das auf der
ehemaligen Pirateninsel Hispaniola leicht
mal passieren kann.
Was hierzulande weniger bekannt ist: Die
Dominikanische Republik ist ein einziges
Naturwunder mit der wohl
schönsten Flora und Fauna der Karibik.
Mit über 3000 Meter hohen Bergen,
dramatischen Schluchten, tropischen
Urwäldern, Mangroven, Lagunen und
Traumstränden, na klar. In der Dom Rep
legen Meeresschildkröten im Sand ihre
Eier ab, nisten Pelikane in den Klippen.
Und auf der Halbinsel Samaná kommen
jetzt die Buckelwale aus der Arktis, um
sich zu paaren und ihre Jungen zu
gebären. Ein unvergessliches Schauspiel,
wenn sich die Kolosse der Meere über die
Wasseroberfläche wuchten und mit großem
Platsch wieder eintauchen. Die
Bacardi-Insel Cayo Levantado,
die Wasserfälle von Limón, die
Nationalparks Los Haitises und Jaragua in
der Sierra de Barahuco wer seine
Hotelanlage verlässt, hat einiges zu
gucken!
Und dafür müssen Sie nicht mal selbst
mit einem Mietwagen über die Insel
fahren. Immer mehr Reiseveranstalter
bieten Rundreisen ins Landesinnere und zu
entlegenen Traumstränden an. Der
Straßenverkehr in der Dom Rep ist
abenteuerlich. Haben die Einheimischen
sonst alle Zeit der Welt, verwandeln Sie
sich hinterm Lenkrad auf der Stelle zu
kleinen Schumis. Vorfahrtsschilder werden
dabei als unverbindliche Empfehlung
gesehen. Achtung also, wenn Sie selbst
fahren.
Vor allem in Santo Domingo. Die
3-Millionen-Stadt ist die älteste
Hauptstadt der Neuen Welt. Christoph
Columbus gründete sie 1496. Die
malerische Altstadt erinnert stark an
Sevilla und ist jeden Besuch wert. Mit
ihren Kultur- und Naturschätzen will die
Dominikanische Republik jetzt weltweit
werben. Ein neues Image soll her, man
möchte nicht länger der Ballermann der
Karibik sein.
Dafür werden Millionenbeträge
investiert. Promis wie Julio Iglesias,
Donald Trump oder Bill Gates haben sich
bereits mit Grundstücken in Top-Lagen
eingedeckt. Wie stilvoll selbst
All-inclusive-Urlaub sein kann, beweisen
heute schon Hotels wie das Riu
Palace in Punta Cana. Ein
prächtiges Anwesen im Kolonialstil mit
612 Junior-Suiten. Die Anlage geht in
einen endlosen weißen Strand mit
Kokospalmen über. Ideal für erholsame
Badeferien!
Wer es sportlicher mag, findet sein
Glück an der Playa Cabarete. Windstärke
und Wellengang der riffgeschützten Bucht
machen den Strand zur Hochburg der
Windsurfer-Szene.
Auch kulinarisch hat die Dom Rep was zu
bieten. Die kreolische Küche vereint
afrikanische, spanische und karibische
Einflüsse. Fangfrisch kommen Red Snapper
und Seebarsch, Langusten und Lobster auf
den Tisch mit Safran und
Cayennepfeffer gewürzt. Als Spezialität
gelten Lambi-Muscheln und Ostiones,
kleine Austern, die an den Wurzeln der
Mangrovenbäume wachsen. Der bekannteste
Eintopf des Landes: Sancocho de tres
carnes, dreierlei Fleisch (Huhn, Rind,
Schwein) mit Kürbis, Kochbananen und
Süßkartoffeln eingekocht und mit
Bitterorangensaft und Kokosmilch
abgeschmeckt. Noch eine besondere
Delikatesse: Lechon asado, Spanferkel,
das über Holzkohle langsam gegrillt
wird. Super knusprig, super lecker!
Quelle: www.bild.t-online.de
|