Río
San Juan ist ein Ort an der Nordküste
der Dominikanischen Republik in der Provinz
María Trinidad Sánchez. Er liegt an der
Küstenstraße von Puerto Plata nach Nagua.
Die touristischen Attraktionen sind die Laguna
Gri-Gri und die unweit von Río San Juan
gelegenen Strände Playa Caletón und Playa
Grande in östlicher Richtung sowie Bahía
Esmeralda und Playa Ermita in westlicher
Richtung.
Die ärmeren, von der dominikanischen
Bevölkerung bewohnten und touristisch nicht
erschlossenen Ortsteile Río San Juans haben zum
Teil ironische Namen wie Nueva York Chiquito,
Acapulco, Buenos Aires und Vietnam. Der Karneval
von Río San Juan wird Carnaverengue genannt
eine Kombination der Wörter Carnaval und
Merengue.
Erfahrungsbericht
Wie sicher schon einige mitbekommen
haben, haben wir in diesem Frühjahr einen
4-wöchigen Urlaub in der Dominikanischen
Republik gemacht. Ich werde in nächster Zeit
über einige Stationen unserer Rundreise
berichten, die wir in der Hauptstadt Santo
Domingo begannen und die uns über Sosua, Puerto
Plata und Rio San Juan an der nördlichen
Atlantikküste und Las Terrenas und Samana sowie
die Samana vorgelagerte Insel Cayo Levantao
zurück nach Santo Domingo führte.
Unterkunft und Verpflegung:
Wir erreichten Rio San Juan um die Mittagszeit,
wo ich mit meiner kleinen Tochter, die gerade in
ihrer Trage Mittags- schlaf hielt an einem
kleinen Kiosk Rast machte, während meine
Reisebegleitung eine Unterkunft suchte. Schon
nach einer halben Stunde war ein Zimmer für
umgerechnet 7 im Santa Clara gebucht. Die
Ausstattung des Zimmers bestand aus 2 großzügig
bemessenen Betten, 2 Stühlen, einem Ventilator
und -ganz Old-School- aus einer Waschschüssel
mit Wasserkanne. Dusche und Toilette waren über
den kleinen Innenhof zu erreichen und waren nur
ca. 10 Meter entfernt. Morgens wurde
dominikanischer Kaffee gereicht, der für
europäische Gaumen als extrem süß zu
bezeichnen ist. Gegessen haben wir auswärts und
zwar einmal eine Plata del Dia (Tagesessen: Reis
mit Hühnchen und Bohnen ca. 1,50 ) und
einmal im Restaurant Frank´s ('Platte mit
Meeresfrüchten ca. 10 '). Das Hotel wird
von einer sehr netten einheimischen Familie
geführt, es gibt ca. 20 Zimmer, von denen die
Hälfte aus sogenannten Komfortapartments mit
Klimaanlage und Bad besteht. Die anderen deutlich
preiswerteren Zimmer sind wie bereits oben
beschrieben ausgestattet. Da wir dort nur einmal
übernachtet haben, kann ich nicht sagen, ob die
Wäsche täglich gewechselt wird, aber die
Unterkunft machte einen zwar primitiven, aber
durchaus sauberen Eindruck. Bei allzu starker
Sonnenein- strahlung findet man im Pavillion, der
sich im Innenhof befindet stets ein schattiges
Plätzchen.
Infrastruktur:
Nun, das einig wirklich Touristische, was Rio San
Juan zu bieten hat, ist die Lagune Gri Gri. Dort
kann man zu einer Bootsfahrt durch einen
Mangrovenwald anheuern. Dabei sollte man
zumindest außerhalb der Saison darauf achten,
nicht gleich den erstgenannten Preis zu
akzeptieren. Das anfängliche Angebot für die
45-minütige Tour in Höhe von ca. 32
lehnten wir ab; letztendlich waren wir mit ca. 12
dabei und der Kapitän bekam noch 1
Trinkgeld.
Rio San Juan ist sehr klein und überschaubar,
bietet aber alles, was man so braucht. Es gibt
Einzelhandelsgeschäfte mit Lebensmitteln, ein
Internetcafe, mehrere Restaurants, Friseure,
Schneidereien, Am ein Eiscafe und eine
Billardhalle. Strand dominieren 2 große
All-Inklusive-Hotelanlagen, der Strand selbst
zerklüftet, 300 Meter am Stück ist ist sehr
schon viel. Man kann Rio San Juan mit dem
Motoconcho (Motorradtaxi), dem Qua Qua (Sammel-
oder Bustaxi) oder sogar mit Caribetours
(klimatisierte Reisebusse) erreichen. Eine Fahrt
mit Caribetours nach Santo Domingo kostet ca. 6
. Rio San Juan befindet sich auf halbem Weg
zur Halbinsel Samana, wenn man von Puerto Plata
kommt zwischen Cabarete und Nagua.
Die Bootsfahrt:
Nun, den Preis habe ich ja oben schon genennt, er
ist wie bereits erwähnt, verhandelbar. Man
fährt ca. 20 Minuten Richtung Osten auf dem
Atlantik bis zu einer Grotte. Das Wasser und die
Küste sind einfach traumhaft schön, sozu- sagen
Karibik pur. Das Boot war mit einem
Außenbordmotor ausgestattet und hätte 6-8
Personen ruhig und der Kapitän verstand nicht
nur das Handwerk des gefaßt. Die See war
angenehm Navigierens, nein, hier und da, was man
denn nun genau sieht. Die Warnung des er
erklärte auch Reiseführers von Marco Polo, man
solle auf dieser Tour unbedingt Anti-
mückenspray dabeihaben erwies sich als
unbegründet, auf ausreichenden Sonnenschutz ist
aber auf jeden Fall zu achten. Im Mangrowenwald
machte sich schnell ein es. Es waren
Urwaldgefühl breit, überall zwitscherte und
trillerte wahnsinnig viele einheimische Vögel zu
gewünschten Ergebnisse sehen, deren Bilder
allerdings nicht die lieferten. Ich erkannte
leider nur die die restlichen Tiere waren mir
Pelikane und die Kragengeier, unbekannt.