Verschiedene
karibische Rhythmen vermitteln
dominikanische Lebensfreunde und dienen
als internationale Botschafter der
Dominikanischen Republik.
Die
Dominikanische Republik begrüßt alle
Reisenden mit einem Lächeln. Touristen
lassen sich von der Heiterkeit der Musik
und der überschäumenden Einheimischen
gerne anstecken, Lebensfreude der denn
wenn die dominikanischen Rhythmen
erklingen, ist es unmöglich still sitzen
zu bleiben. Gleich an gehört für die
Dominikaner immer dazu. Als welchem Ort
und um welche Uhrzeit, Musik musikalische
Nation bekannt, beherrschen die Musiker
des Landes eine große Vielfalt an
Rhythmen und Harmonien. Essentielle
Instrumente der traditionellen Musik sind
die Güira, die Trommel und das
Akkordeon. Zu den bekanntesten Genres
zählen der Merengue, der Bachata und der
Son, die einen wichtigen Platz in der
dominikanischen Identität einnehmen.
Die Geschichte des
Merengue
Der Merengue ist für die
Dominikaner mehr als nur eine
landestypische Musik. Ein schneller
Zweivierteltakt, der meist aus einem
Akkordeon, einem Bass, einer Güira
(einem typisch dominikanischen
Schlaginstrument aus einem hohlen runden
Blech, welches mit einem Drahtbesen
bearbeitet wird) und einer Trommel
ertönt, verkörpert das karibische
Temperament und die Herzlichkeit der
Menschen wie kein zweites Kulturgut.
Im Jahr 1850 kam der Merengue in Mode.
Oberst Alfonseca, von dem manche
Historiker glauben, dass er den Merengue
erfunden hat, schrieb als einer der
Ersten musikalische Stücke dieser Art
mit Titeln wie Ay, coco",
El sancocho", El que no
tiene dos pesos no baila" und
Huye Marcos Rojas que te coge la
pelota".
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts
erschien das ursprünglich deutsche
Akkordeon im Cibao, einer fruchtbaren
Region im Inland der Dominikanischen
Republik, und ersetzte die Bandurrias,
auch Bandola genannt, ein kleines
spanisches Zupfinstrument. Dadurch
veränderte sich der Klang des Merengue.
Afrikanische Elemente verschmolzen mit
spanischen Einflüssen und
präkolumbianischen Gesängen der
Taino-Indianer zur so genannten
Música Criolla" (kreolische
Musik). Aber auch der französische
Salontanz contradanza" und die
italienische barcarola"
flossen ein in die neu entstandene
Kultur. Der Merengue gewann schnell
großen Zuspruch in der breiten Masse der
Bevölkerung, in den höheren Klassen
jedoch wurde er lange nicht akzeptiert
aufgrund seiner Verbindung mit der
afrikanischen Musik. Andere Gründe für
die Ablehnung des Merengue waren die
begleitenden literarischen Texte. Laut
der Überlieferung soll es die
Komposition Compadre Pedro
Juan" von Luís Albertí gewesen
sein, die dem Merengue die Türen
öffnete und den Geschmack der
Hautevoleé traf. Es war die Erste, die
als anständig empfunden wurde. Warum die
neue Musikrichtung damals nach einer
Süßspeise aus Eischnee und Zucker
benannt wurde, weiß jedoch keiner.
Gewagt erscheinen ebenfalls manche
Theorien zum Ursprung des eingängigen
Taktes: Mal sollen es die Holzbeine der
Seeräuber gewesen sein, die ihn
schlugen, mal wird er zurückgeführt auf
die Tänze der schwarzen Sklaven, die
schwere Eisenkugeln am Bein trugen.
Die ursprüngliche Form des Merengue, die
sich vorwiegend in ländlichen Gegenden
erhalten hat, heißt Perico
ripiao" und wird von einer kleinen
Combo gespielt, deren Musiker auch
ohne Musik studiert zu haben dank
ihres angeborenen Harmonie- und
Rhythmusgefühls folgende
Instrumente virtuos beherrschen:
Akkordeon oder Gitarre, Trommel, Güira
und die Maracas. Diese Musikkultur wird
von Generation zu Generation mündlich
überliefert.
Zahlreiche Clubs und Discos in Punta
Cana, La Romana, Puerto Plata, Juan
Dolio, Boca Chica, Sosúa und natürlich
auch in der Hauptstadt Santo Domingo
garantieren Ausgehmöglichkeiten für
Tanz- und Musikbegeisterte. Das Highlight
für alle Tänzer ist das jährliche
Merengue-Festival in der Hauptstadt: 2008
findet es vom 24. bis 27. Juli statt.
Der Pambiche
Für viele Musikwissenschaftler
hat der Merengue apambichao"
oder auch Pambiche" seinen
Ursprung in Puerto Plata in den zwanziger
Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Es
wird behauptet, dass diese Art des
Merengue eine Weiterentwicklung ist, die
während der ersten militärischen
Besetzung durch Nordamerika in den Jahren
1916 bis 1924 entstand. Es handelt sich
vermutlich um eine Imitation der
frustrierten Amerikaner, die den Tanz auf
Festen, die sie besuchten, nicht
mittanzen konnten. Um ihnen das Mittanzen
zu erleichtern, schufen die Dominikaner
einen neuen Tanzschritt, der Merengue
Yanqui genannt wurde. Begleitet wurde er
von einem neuen Trommel-Rhythmus. Eines
der ersten Stücke handelte von einer
Fabrik in Palm Beach in Florida. So
entstand der Name Pambiche, abgeleitet
von der falschen Aussprache des
Stadtnamens von Palm Beach.
Der Bachata
Die aus der Dominikanischen
Republik stammende Musikrichtung im
Viervierteltakt entstand in den 60er
Jahren aus einer Mischung aus Bolero und
kubanischem Son. Am Anfang wurde der
Bachata von vielen Dominikanern als ein
Rhythmus der unteren Klassen angesehen,
der aus dem Ghetto und vom Land kam. Erst
als im Jahr 1989 der große
dominikanische Musiker Juan Luis Guerra
sein Album Bachata Rosa" auf
den Markt brachte, änderte sich das. Er
erreichte Verkaufsrekorde im nationalen
wie internationalen Raum und brachte den
Bachata auf Weltklasse-Niveau.
Genau wie Merengue und Salsa ist Bachata
kein standardisierter Tanz, es gibt
unendlich viele Variationen der
Bewegungsabläufe, die allerdings eines
gemeinsam haben: Es wird immer sehr eng
und hüftbetont getanzt.
Anfangs war der Bachata weniger zum
Tanzen gedacht, vielmehr dienten seine
romantische Gitarrenmusik und seine Texte
von enttäuschter Liebe der Unterhaltung.
Einflüsse anderer Genre, zum Beispiel
des Merengue, haben aus dem Bachata eine
schnellere Musikrichtung gemacht, die
jeden auf der Tanzfläche in Bewegung
bringt.
Seit 2003 boomt die lateinamerikanische
Musik weltweit. Berühmte Stars wie Juan
Luis Guerra oder die Gruppe Aventura mit
dem bislang bekanntesten Bachata-Stück
Obsesión" haben von der
Dominikanischen Republik aus die ganze
Welt erobert.
Der Son
Der Son trat in der Dominikanischen
Republik in den Jahren 1870 bis 1890 rund
um die Städte Montecristi und Puerto
Plata in Erscheinung. Es besteht die
Theorie, dass der Son eine Mischung aus
spanischen und afrikanischen Elementen
ist, die sich vom Bolero ableitet. Mit
der Zeit wurde die Art, diesen Rhythmus
zu spielen, die auf den Musiker Miguel
Matamoros zurück geht, Bolero-Son
genannt. Als erstes Stück wurde in den
dreißiger Jahren des letzten
Jahrhunderts die Komposition
Lagrimas Negras" (Schwarze
Tränen) bekannt. Einige Forscher sehen
im heutigen so genannten Bachata
fino" eine Weiterentwicklung des Son
wie er zu Beginn des zwanzigsten
Jahrhunderts gespielt wurde. Den
Stellenwert von Merengue und Bachata hat
der Son in der Dominikanischen Republik
nicht erreicht, trotzdem besitzt er treue
Anhänger.
Quelle: http://www.touristikpresse.net/news/17792/Erlebe-den-Rhythmus.html
Weitere Informationen:
Bachata
|| Merenque
|| Salsa
|| Mambo
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